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Futterumstellung bei Katzen & Hunden - So gelingt es!

Hunde sind zum Glück bei Nahrungsumstellungen meist sehr unkompliziert. Sollten Sie aber doch einen heiklen Hund haben, können Sie mit ihm genauso verfahren, wie für die Katzen beschrieben.

Katzen sind Gewohnheitstiere und manche lassen sich nicht so einfach von einem neuen und hochwertigeren Futter überzeugen. Es ist auch nicht so, dass Katzen von sich aus zwischen gutem und weniger gutem Futter unterscheiden können. Sie orientieren sich nicht in erster Linie an Qualität, sondern fressen gerne was sie bisher gewohnt sind. Wir Tierhalter entscheiden, welche Futterqualität unsere Katzen & Hunde von uns erhalten. Die Umstellung benötigt – je nach Katze – etwas Geduld und Zuversicht. Geben Sie nicht gleich auf, wenn Ihre Katze mehr Zeit benötigt. 
 



Die Meinung, dass sich Katzen von Natur aus allem neuen gegenüber kritisch verhalten, kann nicht schlüssig geklärt werden. Einige sind der Ansicht, dass Katzen allem Neuen gegenüber ablehnend gegenüberstehen, weil diese Verhaltensstrategie sie bislang vor unbekannten Gefahren schützte (giftige Pflanzen und Tiere). Wissenschaftlich kann dies aber nicht belegt werden.

Dass Katzen wählerisch sind, hat auch mit uns Menschen zu tun. Denn in der freien Natur konnten sich Katzen dies nicht erlauben. Sie mussten – um zu überleben – das Gejagte zwingend fressen. 

  • Stellen Sie einige Tage ein Schälchen mit dem neuen Futter neben das gewohnte. So kann sich Ihre Katze oder Hund langsam an den Geruch und den Geschmack des neuen Futters gewöhnen. Die Chancen stehen gut, dass dies bei den meisten Katzen funktioniert. 
  • Die Substitutionsmethode ist sehr erfolgreich: Mischen sie in kleinen Schritten nach und nach kleine Portionen vom neuen Futter unter das gewohnte Futter. Fangen sie mit einem halben oder ganzen Teelöffel an und erhöhen sie die Menge über mehrere Tage od. Wochen. So kann sich die Katze oder der Hund langsam an den neuen Geschmack gewöhnen. Wie lange dies dauert, ist sehr individuell und hängt von Ihrem Tier ab. 

Sie stellen Ihre Katze oder Ihren Hund von Trocken auf Nassfutter um: Untermischung von Kleinstmengen Nassfutter ins Trockenfutter, welche dann nach und nach erhöht werden. Beobachten Sie die Verdauung Ihres Tieres genau. Die Zusammensetzung von Trocken und Nassfutter sind sehr unterschiedlich und können die Verdauung anfangs durcheinanderbringen. Sie können ebenfalls das Trockenfutter der Katze langsam und Stufenweise mit einem Blumenbestäuber befeuchten. Sie erhöhen von Tag zu Tag die Zugabe von Feuchtigkeit im Trockenfutter. Um es der Katze schmackhafter zu machen können Sie das Trockenfutter auch mit salzarmer Hühner- Rinderbrühe oder Thunfischwasser schmackhafter machen. So gewöhnen Sie Katzen & Hunde an das weichere und feuchte Futter. 

 

Für Katzen, welche Trockenfutter gewohnt sind, ist das weiche und feuchte Gefühl von Nassfutter im ersten Moment nicht angenehm und gewöhnungsbedürftig.

  • Reduzieren Sie während der Umstellung die Abgabe von Leckerli zwischendurch.
  • Bieten Sie der Katzen & Hunden anstatt Leckerli zwischendurch das neuen Futter vorübergehend liebevoll per Hand / Finger an. 
  • Servieren Sie das neue Futter lauwarm. Dadurch entfalten sich die Aromen besser und es könnte für die Katze vom Geruch her attraktiver werden. Ein Schuss Thunfischwasser, Parmesan, Leckerli, Leberwurst oder Bierhefeflocken können es für den Stubentiger interessanter machen.  
  • Stellen Sie auf feste Fütterungszeiten um (3-4 Mahlzeiten sind optimal). Ein dauernd gefüllter Napf mit Trockenfutter erschwert die Umstellung. Die Katze sieht keinen Bedarf das neue Futter auszuprobieren, wenn nebenan eine Alternative bereitsteht. Katzen mit festen Fütterungszeiten sind tendenziell weniger wählerisch. 
  • Seien Sie sich innerhalb der Familie betreffend Futterumstellung einig. Nur wenn alle am gleichen Strick ziehen, gelingt es. Inkonsequentes Handeln und ein Hin und Her führen nicht zum Erfolg. 
  • Machen Sie kein grosses Aufheben. Verhaltens Sie sich Ihrem Vierbeiner gegenüber ganz normal wie sonst, wenn sie ihm das neuen Futter untermischen. 
  • Es kann vorkommen, dass Katzen & Hunde bei einer Futterumstellung (mit Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung) reagieren. Dies muss nicht heissen, dass Ihr Tier kein hochwertiges Futter verträgt Der Magen-Darm-Trakt muss erst lernen, die für die Verdauung der neuen Nahrung nötigen Enzyme zu bilden. Mit der Substitutionsmethode lässt sich dieser Anpassungs-Prozess sanft und unproblematisch lösen. 
  • Bei konsequenter Ablehnung des neuen Futters sollte nach circa 24 Stunden wieder die gewohnte Nahrung angeboten werden. Sie können kurz darauf erneut mit der Futterumstellung fortfahren, sofern dies Ihnen sinnvoll erscheint.